Im Land der Ziegen, Hunde und Esel. Und Schlaglöcher.
Eigentlich war unser erstes Ziel ein Klettergebiet in der Nähe von Albaniens Hauptstadt Tirana, aber aufgrund der Wetterlage entschieden wir direkt nach Gjipe bzw. Himare weiter zu fahren. Die Infrastruktur in Montenegro und Albanien ist, sagen wir mal "nicht so ausgeprägt", deshalb teilten wir die Strecke auf zwei Teile auf.
Schon tagsüber muss man echt auf der Hut sein, um nicht in einem tiefen Schlagloch (nicht so popelige wie in Deutschland) stecken zu bleiben, über einen dicken Stein zu fahren oder einen der diversen Hunde über zu mangeln.
Die größten Klopper sind leider undokumentiert, da man so schnell wie sie kommen und gehen gar nicht die Kamera zücken kann.
In Albanien wird anscheinend alles auf allem transportiert. Kühe auf Pickups:Badewannen oder Zement auf dem Rad:
Die Albaner sind bei autonomen Fahrzeugen übrigens schon viel weiter als in Deutschland: Hier ein Mensch auf einem selbstlenkenden Esel mit Handy am Ohr. Gibt das ohne Freisprecheinrichtung eigentlich Strafe oder darf man das?
Diese Brücke war quasi nur im Schrittempo passierbar und das Geländer hatte bestenfalls Empfehlungscharakter.
Ein interessanter Tankstellen-Name. Es gab seeehr viele Tankstellen. In etwa so viele wie Schlaglöcher und Bauruinen. Wenn Kroatien das Land der Supermärkte ist, dann ist Albanien definitiv das Land der Tankstellen.Überall halbleere oder leere Häuser oder Bauruinen. Viele Gebäude, die wohl mal als Büro gedacht waren, wurden augenscheinlich als Lager genutzt.
Und überall Schafe, Ziegen oder Truthühner am sehr nah am Straßenrand. Augen zu und durch.
Auch gab es ständig kleine Gemüse-Stände am Straßenrand und an Kreuzungen wurde einem auch gerne mal ein lebendiges Hühnchen oder ein leckerer Hase an den Hinterläufen feilgeboten. Frischer geht's nicht.
Bei Schildern sind die Albaner übrigens ganz groß. Meistens spielen sie das alte 80-, 60-, 50-Spiel. Kann aber auch mal eine 40 oder 20 dabei sein. Wenn man Peck hat auch eine 10... Dann noch einen guten Mix an Höhenbegrenzungen, Spurwechseln, hell blinkenden Reklamen und anderem Gedöns dazu und schon ist die Verwirrung komplett. Unser Navi, die Schilder und die anderen Autofahrer stimmten bei der Höchstgeschwindigkeit nur selten überein...
Aber es gibt auch schöne Landschaften und Strände:
Nach einigen Stunden endlich in Himare angekommen wurden erstmal die Füße ins Meer gehalten. Die Farben sind übrigens nicht retuschiert...
Am nächsten Tag gings ins Klettergebiet "Gjipe".
Auf dem Weg diverse Bunkeranlagen:
Bilder vom Klettern gibt es leider nicht. Es ist noch nicht alles abgeklettert und teilweise hatte ich Mühe den Schuppen, die Wibke nach unten warf, auszuweichen. Nebenbei variierte in den Sektoren, in denen wir waren, die Gesteinsart zwischen Kalk- und Sandstein. Ich fühlte mich zeitweise an den Andreasstein erinnert. Vielleicht waren wir in den falschen Sektoren, aber alles in allem war ich nicht so begeistert. Aber wir sind ja nun auch Slowenien- und Kroation-Kalk-verwöhnt.
Also nix wie ab nach Meteora zum Mehrseillängen-Fürchten.

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