Raspadalica oder warum Navis ohne Gehirn nicht funktionieren
Niemals dem Navigationssystem vertrauen. Weiß ja jeder. Aber ist schwer, wenn man in Kroatien in den Wicken steckt. Als wir versuchten einen Schlafplatz nahe am Buzet Kanjon zu finden, leitete uns das Navigationssystem mehrere Kilometer in die Wicken. Nur um zu wenden. Warum auch immer... Am Ende fanden wir eine nette wenig befahrene Bergstraße an der wir stehen blieben. Wildes Campen ist anscheinend illegal in Kroatien, aber zu dieser Jahreszeit, und wenn man nicht gerade auf den Klettergebiets-Parkplätzen steht, geht's.
Am nächsten Morgen parkten wir dann beim Buzet Canyon und stolperten zum Sonnen-Sektor "Pengari":
Ich hatte immer noch "Rücken", aber langsamer wurde es besser.Der Sektor war nett mit 35-40m langen, 6a/b/c und einigen 7-8er-Routen in bestem Kalk. Keinerlei "Speck". Leider mussten wir einen glimpflich verlaufenden Ablass-Unfall mit angucken. Ein echter Klassiker: Die Route war zu lang für das Seil einer Seilschaft, es war kein Knoten im Seil und der Kletterer stürzte beim Ablassen 2-3m ab. Gott sei Dank war die Wand angelehnt, er fiel nicht weit auf den Hintern und die reichlich vorhandene Macchia hielt davon ab den Hang weiter hinunter zu Rollen. Bis auf einen übel geprellten Steiß, diverse Kratzer und einen mittleren Schock aller Anwesenden war nichts passiert. Glück im Unglück. Also: IMMER KNOTEN INS SEILENDE!
Nach dem Klettertag ging es darum den Camping zu finden und wir verließen uns wieder auf die Künste des Navis. Bis auf einen kleineren 3km-Schotterstraßen-Verhauer ging das dann auch gut und wir landeten auf dem Camping in Raspadalica. Ein toller Naturcampingplatz ohne Strom und warmes Wasser, mitten in den Wicken auf einem Berg nahe Buzet. Am Morgen guckten wir uns um und der Blick auf das Tal ist wirklich toll:
Die Altstadt von Buzet guckt aus dem Nebel:
Und versteinerte T-Rex-Zähne.
Und natürlich tolle Sonneuntergänge:Und auch Valentins Solardusche kam zum Einsatz. War jetzt eher puplau das Wasser, aber ein bisschen Freiluftduschen war drin:
Am nächsten Tag geht es nach Kompanj, einem Top-Gebiet und natürlich sehr beliebt, aber das kommt dann demnächst...



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